Balti

Als Balti werden alle Gerichte bezeichnet, die in einer Wok-ähnlichen Pfanne namens Karahi zubereitet und serviert werden. Es stammt ursprünglich aus der pakistanischen Region Baltistan, wo es traditionell mit Naan-Brot gegessen wird.

Geschmack

Tomatig köstlicher Geschmack mit mittel-scharfen Gewürzen

Curry Fact

Das Gemüse und die Zwiebeln werden zusammen mit den Fleischstücken scharf angebraten. Chili, Knoblauch, Kurkuma, Masala-Gewürze, Paprika und Koriander veredeln den würzigen Geschmack des Balti. Die Sauce wird im Kochprozess reduziert, sodass das Balti-Curry trockener wird und es so besser mit dem Naan-Brot gegessen werden kann.

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Bhuna

Bhuna bezeichnet die Curry-Zubereitung, bei der die Gewürze vorher in Öl frittiert werden, bis diese eine Paste bilden. Sein Name stammt aus dem Hindi und bedeutet auch “frittiert werden”. Geographisch ist die Herkunft des Gerichts Nordostindien und Westbangladesh zuzuordnen.

Geschmack

Saftiges Fleisch mit einer deftig, scharfen Sauce

Curry Fact

Meist wird Lamm- oder Hähnchenfleisch für Bhuna verwendet. Das Fleisch wird langsam in der Bhuna-Paste gekocht, wodurch das Fleisch zusätzlich Eigensaft an die Sauce abgibt und die Gewürzaromen aufnehmen kann. Grüne Paprika und Zwiebeln finden sich genauso in der Zubereitung eines Bhuna wieder, wie Kumin, Koriander, Chili, Senfkörner und Knoblauch. All das gibt dem Gericht seinen unverwechselbaren, vollmundigen Geschmack.

Bhuna

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Tikka Masala

Tikka Masala ist ein indisches Curry-Gericht, das genau genommen aber nicht aus Indien stammt. Es wurde in Europa kreiert, besser gesagt in Großbritannien, und auf unseren Gaumen abgestimmt. Der Name wird zum einen von den gegrillten Hähnchenfleischstücken abgeleitet, die „tikka“ heißen. Diese werden mit der bekannten Masala-Gewürzmischung und Joghurt mariniert. Neben den Gewürzen bilden fruchtige Tomaten die Basis der Sauce, die durch die Zubereitung in einem traditionellen Tandoor-Ofen ihr rauchiges Aroma bekommt.

Geschmack

Rauchig, aromatische Fleischstücke in fruchtiger Tomatensauce

Curry Fact

Die Masala-Sauce wird oft mit Sahne und Kokosnussmilch erweitert. Der enthaltene Koriander, Kurkuma und Paprika geben der Sauce ihren unverwechselbaren Masala-Geschmack. Oft wird das Tikka Masala auch mit Hammelfleisch anstatt Hühnchen zubereitet, wodurch es dann den Namen Mutton Tikka Masala erhält.

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Dhansak

Das Dhansak hat seinen Ursprung nahöstlich von Persien. Dort wurde das Gericht traditionell am Sonntag gekocht und benötigt eine lange Vorbereitungszeit. „Dhan“ bedeutet Reis und bezeichnet den karamellisierten, braunen Reis, der traditionell als Beilage zu dem Gericht gereicht wird. Die Sauce wird aus vier verschiedenen Linsenarten, Gemüse und Hammelfleisch zubereitet.

Geschmack

Süß saures Curry, das je nach Geschmack mit Chili verschärft werden kann

Curry Fact

Zwar wurde früher insbesondere Hammelfleisch für das Dhansak verwendet, mittlerweile wird es aber auch mit jeder anderen Fleischsorte zubereitet. Die Sauce wird durch die hinzugefügten Linsen zudem schön sämig. Bis zu 15 verschiedene Gewürze werden für dieses Gericht verwendet. Darunter geben Ingwer, Minze, Knoblauch, Koriander und grüner Chili dem Dhansak sein Aroma.

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Korma

Schon seit dem 16. Jahrhundert bekannt, stammt Korma geographisch gesehen aus dem heutigen Nordindien, Pakistan und Bangladesch. Allgemein definiert Korma das Schmoren von Fleisch oder Gemüse in Wasser, Brühe und Joghurt, woher auch dessen Wortherkunft stammt. Denn „Korma“ wird aus dem türkischen Verb für „Rösten“, sowie dem Hindiwort für „Schmoren“ abgeleitet. Da beim Würzen nicht viel Chili verwendet wird, ist Korma eine der mildesten Curry Varianten. Den typischen Geschmack erhält Korma durch Koriander, Ingwer und Kreuzkümmel.

Geschmack

Cremig und mild mit geschmorten, zarten Fleischstücken

Curry Fact

Korma kann mit Lamm, Huhn, Rind oder auch Wild zubereitet werden. Das gewürzte Fleisch wird zunächst scharf angebraten und dann in die Joghurtsauce gelegt. Alternativ zu Joghurt wird auch oft Sahne, Nuss- und Samenpaste oder Kokosmilch verwendet. Nun wird die Sauce inklusive Fleisch bei geringer Temperatur geschmort, damit der Joghurt nicht gerinnt und das Fleisch schön zart bleibt. Das besondere Etwas können Cashews, Mandeln und andere Nüsse bilden, die das milde Curry hervorragend verfeinern können.

Korma

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Vindaloo

Vindaloo stammt ursprünglich aus Goa, das lange Zeit eine portugiesisch-indische Kolonie war. Durch die typisch portugiesische Zubereitungsart Fleisch in Wein, Knoblauch und Gewürzen zu marinieren, entwickelte sich auch das Vindaloo. Ursprünglich aus Schweinefleisch gekocht, wird das Vindaloo heutzutage zudem auch oft mit Hühnchen- und Lammfleisch zubereitet.

Geschmack

Sehr scharfes Curry mit leicht säuerlicher Weißwein-Note

Curry Fact

Die Basis des Gerichts besteht aus dem in Weißweinessig und Knoblauch marinierten Fleisch, das mit sehr viel Chili angereichert wird. Neben Ingwer, Kreuzkümmel, Pfeffer und Kardamon, werden auch Nelken, Zimt, Senfsamen und Koriander beigegeben. In indischen Restaurants in Europa ist es zudem üblich Kartoffeln im Vindaloo zu reichen. Das Vindaloo ist durch seine Gewürz-Zusammensetzung eines der schärfsten Gerichte und sehr beliebt bei Schärfeliebhabern.

Vindaloo

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Jalfrezi

Jalfrezi ist eine ostindische Spezialität und wurde ursprünglich zur Resteverwertung gekocht. Übrig gebliebenes Essen wurde bei den Hindus nämlich meist unter Beigabe von Chili und Zwiebeln angebraten. Heutzutage ist es jedoch ein eigenes Gericht und aufgrund des würzigen Geschmacks sehr beliebt.

Geschmack

Frisch und leicht, jedoch gut gewürzt.

Curry Fact

Für das Jalfrezi werden mariniertes Fleisch und Gemüse in viel Öl angebraten und mit Gewürzen vermengt, bis eine trockene, dickflüssige Soße entsteht. Üblicherweise wird für das Gericht Hühnchen verwendet, es kann jedoch auch mit anderen Fleischsorten zubereitet werden. Je nach Menge der beigefügten Chilis wird das Gericht mittel bis sehr scharf. Oft wird das Jalfrezi auch noch mit einem Schuss Obers serviert, das das Gericht cremiger macht.

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Rogan Josh

Rogan Josh ist eines der traditionellen Speisen der Gegend Kashmir, das im Himalayagebirge liegt und hat persischen Ursprung. Frei übersetzt heißt Rogan Josh „kochen in Fett mit großer Hitze / Leidenschaft“. Auch in Österreich wird das bekannte Gericht immer beliebter, das aus geschmorten Lammfleischstücken in einer intensiv roten Sauce besteht. Ihre charakteristische Note erhält die Soße aus Nelken, Lorbeeren, Kardamon, Zimt, Knoblauch und Ingwer.

Geschmack

Reich an würzigem Geschmack mit einer milden Chili-Note

Curry Fact

Milde Chilis aus Kashmir, die zunächst in Wasser eingeweicht und anschließend ohne Kerne zu einer Paste zermahlen werden, geben dem Gericht einen pfeffrigen aber nicht zu scharfen Kick. In Europa verwenden Köche auch oft frische Paprikas, Cayennepfeffer und frische Tomaten, um der Soße eine leicht süße Note zu geben und den Geschmack an unseren europäischen Gaumen anzupassen. Zwar war Rogan Josh ursprünglich ein Lammgericht, jedoch sind bei uns mittlerweile auch Abwandlungen mit Hähnchen, Rindfleisch oder Gemüse stark verbreitet.

Rogan Josh

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